IPv4 – das war’s

Beitrag in Hosting von Dominik Vallendor - 4 Februar 2011 - Keine Kommentare

Gestern wurden die letzten freien IPv4-Adressblöcke von der IANA (Internet Assigned Numbers Authority) an die nationalen Vergabestellen vergeben. Doch was bedeutet das konkret? Im Moment ändert sich dadurch noch nichts, denn IP-Adressen werden immer über die nationalen Vergabestellen vergeben (in Europa RIPE), welche derzeit noch freie IP-Adressen verfügbar haben. Diese erhalten nun jedoch keine neuen Adressblöcke mehr, während die Provider weiterhin zusätzliche IP-Adressen benötigen. Voraussichtlich ab Oktober diesen Jahres werden diese letzten, verfügbaren IP-Adressen aufgebraucht sein. Wegen der vielleicht eintretenden Torschlusspanik könnte dieser Moment sogar noch weitaus früher eintreten.

Was in diesem Moment passiert, kann niemand genau vorhersagen. Da IP-Adressen jedoch von den Providern, Rechenzentren, etc. in der Regel weiterverkauft, bzw. weitervermietet werden, gehen wir davon aus, dass spätestens gegen Ende des Jahres die Preise für IPv4-Adressen deutlich ansteigen werden. Langfristig ist der einzige Ausweg aus der Situation der Umstieg auf das IPv6-Protokoll. Damit dieses jedoch sinnvoll genutzt werden kann, müssen alle Internetdienstleister an einem Strang ziehen und endlich IPv6 zur Verfügung stellen. Zur Zeit setzen nur ca. 1% der Anbieter IPv6 ein. Wir haben bereits letztes Jahr großflächige IPv6-Tests durchgeführt und können unseren Kunden die IPv6-Nutzung anbieten. Hoffen wir, dass die restlichen 99% bald nachziehen werden.



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