Wie sieht ein Stromausfall aus?

Beitrag in Monitoring von Thomas Witzenrath - 6 Dezember 2011 - Keine Kommentare

Wir überwachen für einen Kunden eine Reihe von Servern, die hinter einem DSL-Anschluss stehen. Per Icinga wird eine
Vielzahl von Diensten überwacht. Alle Server hängen an einer USV.

Monitoring-Grafiken des Stromausfalls

Monitoring-Grafiken des Stromausfalls

Was auf den Grafiken schön zu sehen ist:

Gegen 00:23 Uhr kommt es zum Stromausfall. Der Router ist stromlos und die Verbindung daher unterbrochen, der
Packet-loss beim Ping geht auf 100%. Icinga verzeichnet den Host als „Down“ und setzt den Status der Dienste auf
„Unknown“. Im Graphen für den DiskIO wird der letzte bekannte Wert weitergezeichnet.

Gegen 00:47 Uhr liefert der Stromversorger wieder, der Router bootet und die Verbindung wird wieder hergestellt. Der Packet-loss beim Ping geht auf 0% zurück. Gleichzeitig kommen wieder Messwerte vom Server, der von der USV die ganze Zeit mit Strom versorgt wurde.

Bis ca. 00:56 Uhr läuft wieder alles normal. Danach ist keine Messung des DiskIO mehr möglich, der Router ist jedoch erreichbar. Icinga meldet ab diesem Zeitpunkt ein Service-Problem, da der Host (bzw. der Router davor) erreichbar („Up“) ist, jedoch keine Messwerte geholt werden können.

Was ist passiert? Die (schon recht betagte) USV hatte offenbar nicht mitbekommen, dass wieder Strom anliegt. Sie hat daher den Betrieb so lange wie möglich mit Batterie-Strom aufrecht erhalten. Als gegen 00:50 Uhr klar wurde, dass die Batterien nicht mehr lange halten würden, wurden die Server ordnungsgemäß heruntergefahren.

Somit brauchen wir nun nicht herauszufinden, warum die Batterien der USV versagt haben, sondern können uns darauf konzentrieren mit dem Hersteller zu klären, warum die USV nicht wieder in den Online-Betrieb geschalten hat.



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